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2015

Bericht zur Besichtigung der Gebäude der ehemaligen LIAS-Ölschieferforschungsgesellschaft in Frommern (28. Juni 2015):

Besichtigung des ehemaligen LIAS-Ölschieferwerks in Frommern



2016

Die Kinder von Bernhard Hemmer vor den Gedenkstelen in der Erlenstraße in Erzingen. Von links: Anni, Gerhard, Ida und Ben Hemmer (Foto: Immo Opfermann).
Die Kinder von Bernhard Hemmer vor den Gedenkstelen in der Erlenstraße in Erzingen. Von links: Anni, Gerhard, Ida und Ben Hemmer (Foto: Immo Opfermann).

Bernhard Hemmer, geboren am 24.10.1907 in Tubbergen, von Beruf Landwirt in Geesteren (Niederlande), wurde am 22.2.1942 nach einer Denunziation verhaftet, weil er abgestürzte amerikanischen und britischen Fliegern oder Fallschirmspringern geholfen und bei Verwandten versteckt hatte. Als politischer Häftling zunächst in holländischen Gefängnissen eingesperrt, kam er erst in das KZ Neugamme, später in das KZ Natzweiler. Hemmer gehörte zu den 200 Männern des ersten Transportes in das Natzweiler-Außenkommando Erzingen vom 22. Juni 1944. Nach Auflösung des Lagers Erzingen kam er nach Allach und wurde dort am 30.4.1945 von Amerikanern befreit.

(Der Text stammt aus: Immo Opfermann: Porträts und Glückwunschkarten im KZ Erzingen. Gäufelden 2012)

Vortrag: Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg

im Raum Balingen mit Dr. Michael Walther.

Landratsamt Zollernalbkreis (Sitzungssaal), Hirschbergstr. 29.

Eintritt frei.

(Veranstaltung der Heimatkundlichen Vereinigung Zollernalb)



2017

 

 

Sonntag, 2. Juli

 

Fahrrad – Exkursion zum ehemaligen LIAS-Werk in Frommern und nach Erzingen (zusammen mit der Heimatkundlichen Vereinigung Zollernalb e.V.)

 

 

 

 

 

 

(Foto: Hans Schöller)

 

Die Teilnehmer besuchten verschiedene Stätten des Unternehmens „Wüste“ in den beiden Balinger Stadtteilen Frommern und Erzingen. Beginnend bei den Gedenkstelen am Schiefersee in Frommern ging es zu den ganz in der Nähe befindlichen Bauten der ehemaligen LIAS Ölschieferforschungsgesellschaft. Die ehemalige Schwelhalle und das Kesselhaus gehören zu den eindrücklichsten baulichen Überresten der Schieferölgewinnung durch die Nationalsozialisten im Zollernalbkreis. Mit dem Fahrrad geht es anschließend in die Erlenstraße nach Erzingen, zum dortigen Stelenpaar. In unmittelbarer Nachbarschaft befand sich eines von sieben KZ-Außenlagern des Unternehmens „Wüste“. Abschließend begaben sich die  Teilnehmer auf den Geischberg zum dritten Gedenkstelenpaar. Nur wenige Meter davon entfernt befindet sich der noch letzte erhaltene Schiefermeiler des Unternehmens „Wüste“. Von dort hat man außerdem einen guten Blick auf das ehemalige Portlandzementwerk Dotternhausen (heute das Zementwerk Dotternhausen der Firma Holcim), das ebenfalls Teil des Ölschieferprogramms war.